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Mehr Infrastruktur, mehr Alltagsmobilität: Düsseldorf zeigt, wie geteilte Mikromobilität geht

Düsseldorf zeigt, wie sich geteilte Mikromobilität erfolgreich in den urbanen Alltag integrieren lässt. Mit der Eröffnung der 300. Sharingstation baut die Landeshauptstadt eines der größten stationsbasierten Sharing-Netzwerke Deutschlands weiter aus. Das Ziel ist klar: Shared Mobility soll dort verfügbar sein, wo Menschen sie täglich benötigen – verlässlich, geordnet und eng mit dem öffentlichen Nahverkehr verknüpft. Bis 2030 soll das Netz auf rund 600 Sharingstationen anwachsen.

Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen die Nutzungszahlen: In den vergangenen fünf Jahren wurden in Düsseldorf mehr als 20 Millionen Fahrten mit geteilten E-Scootern durchgeführt. Insgesamt legten die Fahrzeuge dabei über 37 Millionen Kilometer zurück. Geteilte Mikromobilität ist damit längst fester Bestandteil des Mobilitätsmixes vieler Düsseldorferinnen und Düsseldorfer.

Auch wissenschaftliche Erkenntnisse stützen diese Entwicklung. Eine aktuelle Veröffentlichung des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) zeigt, dass geteilte E-Scooter kein isoliertes Verkehrsmittel sind, sondern einen wichtigen Beitrag zu einer multimodalen Alltagsmobilität leisten – vorausgesetzt, sie werden sinnvoll in das bestehende Verkehrssystem integriert und mit einer passenden Infrastruktur verknüpft.

Dieses Bild bestätigt sich auch in Düsseldorf: Die von Connected Mobility Düsseldorf veröffentlichten Auswertungen zeigen, dass die Nutzung von Sharing-Fahrzeugen insbesondere werktags zwischen 7 und 9 Uhr sowie 15 und 19 Uhr ihren Höhepunkt erreicht. Die Nachfrage orientiert sich damit klar an den klassischen Pendelzeiten. Das unterstreicht, dass geteilte E-Scooter und E-Bikes längst nicht mehr nur für Freizeitfahrten genutzt werden, sondern vor allem für den Weg zur Arbeit, zum ÖPNV oder für alltägliche Erledigungen.

Infrastruktur ist der Schlüssel

Die Diskussion über E-Scooter konzentriert sich häufig auf einzelne Fahrzeuge im Straßenraum. Die eigentliche Frage lautet jedoch: Wie können Städte Sharing-Angebote so gestalten, dass sie einen möglichst großen Mehrwert für alle schaffen?

Genau hier setzt Düsseldorf an. Sharingstationen in ausreichender Dichte (alle 100 bis 150 Meter) – neben einem Free Floating-Modell – schaffen den richtigen Mix aus geordnetem Parken und der Flexibilität, die geteilte Mikromobilität im Alltag braucht. Dadurch wird das Parken geordnet, die Fahrzeuge sind leichter auffindbar und die Nutzung wird gezielt an wichtigen Mobilitätsknoten organisiert. Gleichzeitig konnten Beschwerden über falsch abgestellte Fahrzeuge deutlich reduziert werden.

Für Lime ist das ein entscheidender Schritt. Denn leistungsfähige Mikromobilität braucht nicht nur Fahrzeuge, sondern vor allem die passende Infrastruktur. Erst wenn Städte gezielt Flächen bereitstellen und diese mit Bus, Bahn und weiteren Sharing-Angeboten verknüpfen, entsteht ein Mobilitätsangebot, das Menschen im Alltag zuverlässig nutzen können.

Wissenschaft bestätigt den praktischen Ansatz

Die ILS-Studie liefert hierfür eine interessante wissenschaftliche Einordnung. Sie zeigt, dass Nutzerinnen und Nutzer von Sharing-E-Scootern besonders häufig multimodal unterwegs sind. Sie kombinieren verschiedene Verkehrsmittel deutlich häufiger als Menschen, die keine Sharing-Angebote nutzen. Dabei spielen Bus und Bahn eine zentrale Rolle – E-Scooter ergänzen den öffentlichen Verkehr insbesondere auf der ersten und letzten Meile.

Die Stadt Düsseldorf diente hier als Fallbeispiel der Untersuchung. Grundlage der Analyse sind anonymisierte Nutzungsdaten aus mehreren Millionen Fahrten, die gemeinsam mit Connected Mobility Düsseldorf ausgewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass – wie bereits erwähnt – die höchsten Nutzungszahlen in den klassischen Pendelzeiten auftreten.

Gemeinsam die Mobilität von morgen gestalten

Für Lime bestätigt sich damit, was wir täglich in vielen Städten erleben: Geteilte Mikromobilität ist längst kein Nischenangebot mehr. Sie ist Teil moderner Alltagsmobilität und hilft Menschen dabei, nachhaltig und ohne eigenes Auto flexibel unterwegs zu sein.

Düsseldorf zeigt eindrucksvoll, wie dieser Wandel gelingen kann. Mit einer klaren Strategie, einer leistungsfähigen Infrastruktur und einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten entsteht ein Mobilitätsangebot, das den öffentlichen Raum ordnet und gleichzeitig mehr nachhaltige Mobilität ermöglicht.

Denn eines wird sowohl durch die Erfahrungen aus Düsseldorf als auch durch die Ergebnisse der ILS-Studie deutlich: Nicht einzelne Verkehrsmittel entscheiden über den Erfolg der Mobilitätswende – sondern das intelligente Zusammenspiel aller Angebote.

Weiter Blogpost zum Thema: Warum Infrastruktur der Schlüssel zu sicherer Micromobility ist.

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